Protest – Zeichnungen von Susanne Haun
Ich bin erstaunt, dass mit Nacktfotos noch politisch demonstriert werden kann.
Ich dachte, Nacktheit ist inzwischen etwas selbstverständliches und mit dem Privatfernsehen und den immer freizügiger werdenen Titelbilder der Programmzeitschriften in den Alltag eingezogen. Aber der Artikel “Nackte Tatsachen” im Tagesspiegel belehrte mich eines besseren.
Vielleicht ist die Nacktheit auch bloß in Deutschland und Teilen Europas normal während es in China oder Ägypten ganz sicher nicht zurtrifft.
Ai Weiwei wird in China die Verbreitung von Pornografie vorgeworfen, er provoziert die Regierung mit eigenen Aktfotos.
In Ägypten hat die Kunststudentin Alia Magda al Mahdi (es lohnt sich dem Link zu folgen, ich muss mich hier nicht wiederholen), Aktfotos auf ihren Blog gestellt, um gegen das Regim zu protestieren. In Deutschland würde das keinen weiter interessieren.
Nach der Lektüre des Artikels wollte ich unbeding Akt zeichnen aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin nicht so frei, ein Aktfoto von mir hier einzustellen. Ich würde vor Scham im Boden versinken.
Ist es da nicht ungeheuer mutig von Alia Magda al Mahdi für ihre Rechte nackt zu protestieren! Hut ab!
- Weibliche Nacktheit – Zeichnung von Susanne Haun -Tusche auf Bütten – 30 x 20 cm
- Von Ai Weiwei inspiriert – Zeichnung von Susanne Haun -Tusche auf Bütten – 30 x 20 cm
Ein Kraftblock, Pastellkreiden, Akte und der letzte Kaiser – Zeichnungen von Susanne Haun
Vor 1 1/2 Wochen traf ich mich in Berlin auf einen Kaffee mit Bettina Scheerbarth von der Hahnemühle. Sie gab mir einen Kraft-Block zum testen.
Dieser Block eignet sich perfekt für Aktzeichnungen. Und so setzte ich mich gestern Abend auf den Boden und startete das Hörbuch “Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht” (hier ein sehr guter Artikel über Dai Sijie und das Buch) von Dai Sijie. Auf der ersten CD von wird von den Kaligraphien Chinas und des letzten Kaisers berichtet. Das Buch ist nicht einfach zu lesen bzw. zu hören paßte aber gut zu meiner Stimmung und zum Zeichnen.
Beim Aktzeichnen kommt mir meine Erfahrungen und der tägliche Blick in den Spiegel zur Hilfe. Ich weiß, wo die Linien sitzen und kann so von Fotos und vor dem Spiegel arbeiten. Das mache ich gerade bei der Aktmalerei nicht gerne, da ich finde, dass schon die Positionierung des Modells zum Bild gehört und vor allem die Beleuchtung des Modells maßgeblich zum Erfolg der Zeichnung beiträgt. Aber wie heißt es so schön: “In der Not frießt der Teufel Fliegen!” Und ich bin zufrieden mit den Ergebnissen.
Ich zeichne selten mit Pastellkreiden, so dass ich auch nur eine leere Schokoladenkiste mit einem bunten Sammelsurium besitze. Wahrscheinlich würde sich der Pastellmalerin Astrid Valquardsen, die ich sehr schätze, der Magen umdrehen, wenn sie meine Kiste sähe…..
Schicht auf Schicht arbeite ich die Körper mit der Kreide auf dem Papier.
Die Kreiden haften gut auf dem Papier, durch den ockerfarbenden Papierton kann ich gut mit weiß höhen, was den Körpern Volumen verschafft. Die Größe von 30 x 40 cm eignet sich auch gut zum Mitnehmen, sicher auch für Skizzen im Zoo.
Ich freue mich schon, wenn ich das nächste mal zum Aktmalen in die Berlinische Galerie oder ins Kolbe Museum gehe, sicher werde ich diesen Block im Gepack haben.
- Kraftpapier von Hahnemühle – Foto von Susanne Haun
- Mit Pastellkreiden zeichne ich Akte auf dem Papier – Foto von Susanne Haun
- Der warme Hintergrund gefällt mir für die Akte – Zeichnung von Susanne Haun
- Rhythmusskizze mit Conté Carreé Kreiden – Foto von Susanne Haun
- Über den Rhythmus baue ich den Akt – Zeichnung von Susanne Haun
- Von hell nach dunkel entsteht mit Pastellkreiden der Akt auf dem Kraftpapier – Zeichnung von Susanne Haun
- Entstehung Akte mit Kreiden auf Hahnemühle Kraft Papier – Foto von Susanne Haun
- Die weiße Kreide höht den Körper und eignet sich gut auf dem ockerfarbenden Papier – Zeichnung von Susanne Haun
- Seitenakt in rot – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Torso in rot – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Spannung in rot – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Morgens in der Früh – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Pastell und Kohle auf Hahnemühle Kraftpapier
- Pastellkreidenreste – Foto von Susanne Haun
Neue Federn, Ordnung und zwei Akt – Zeichnungen von Susanne Haun
Ich bin mit dem guten Vorsatz ins Atelier gefahren, Ordnung zu schaffen. Ich mache das sehr gerne!
Leider bin ich nicht dazu gekommen ….
Gleich im ersten Stapel, den ich sortieren wollte, habe ich große Blätter gefunden und ich mußte darauf einfach meine neue Feder ausprobieren. Davor war Oxana, eine Künstlerkollegin zu Besuch bei uns im Atelier und davor habe ich herausgesucht, wem ich alles eine Einladungskarte mit der guten alten Post zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Petra Lange senden möchte….
Und dann haben wir – Andreas und ich diskutiert – und das hat uns weiter gebracht.
Aber nach Pfingsten, da räume ich auf!
- Entstehung Zeichnung Akt von Susanne Haun
- Ich nehme eine sehr kleine Stahlfeder statt der Zeichenfeder – Foto von Susanne Haun
- Wo bleibt die Ordnung? Foto von Susanne Haun
- Wo bleibt die Ordnung? Foto von Susanne Haun
- Entstehung Zeichnung Akt Version 2 von Susanne Haun
- Entstehung Zeichnung Akt Version 1 von Susanne Haun
- Ich habe einen Engel von 2005 gefunden – Foto von Susanne Haun
Akte mit Ölkreide – Zeichnungen von Susanne Haun
Lübeck zeigt im Moment die Sonderausstellung “Barlachs Frauenbilder“.
Schon vom Titel her war ich sofort interessiert und als ich in der Ausstellungsbeschreibung las, dass Zeichnungen von ihm von Frauen aus seinem persönlichen Umfeld gezeigt werden, wäre ich am liebsten nach Lübeck gelaufen.
Aber wie immer ist die Zeit knapp und so bin ich froh, dass es einen Ausstellungskatalog gibt. Was ich erstaunlich finde, dass ich bisher keine Möglichkeit im Netz gefunden habe, wenigstens das Titelbild des Kataloges zu sehen. Es gibt nur den Hinweis auf dem Katalog und das ich ihn per Mail ans Buddenbrookhaus bestellen kann. Ich werde ihn bestellen, er kostet 24,50 Euro plus Versandkosten. Meine Neugier ist einfach zu groß, ich möchte die Zeichnungen sehen.
Animiert von der Vorfreude auf den Katalog habe ich meine Aktzeichnungen mit Ölkreide heute hochgeladen.
Mehrere meiner Freundinnen standen mir Modell für diese Akte, die in den letzten Jahren entstanden.
In meinem Blog seht ihr hier weitere Akte von mir.
Der Akt aus diesem Artikel ist in der Galerie Treffpunkt Kunst in Heidelberg bei Angela Mahmoud.
Der Akt aus diesem Artikel ist in der Turmgalerie in Imst, Österreich bei Ingrid Thurner.
Der Akt aus diesem Artikel ist in der Galerie Fuchstal in der nähe von München.
- 2007: Sitzender Akte – Zeichnunge von Susanne Haun – 60 x 20 cm – Acryl und Ölkreide
- 2007: Sitzender Akte auf grün- Zeichnunge von Susanne Haun – 60 x 80 cm – Acryl und Ölkreide
- 2007: Stehender Akt mit Tuch – Zeichnunge von Susanne Haun – 80 x 60 cm – Acryl und Ölkreide
- 2009: Position – Zeichnunge von Susanne Haun – 80 x 60 cm – Acryl und Ölkreide
- 2009: Auf der Coutch – Zeichnunge von Susanne Haun – 80 x 60 cm – Acryl und Ölkreide
- 2007: Rückenakt – Zeichnunge von Susanne Haun – 80 x 60 cm – Acryl und Ölkreide
- 2007: Akt mit angewinkelten Knie – Zeichnunge von Susanne Haun – 80 x 60 cm – Acryl und Ölkreide
- 2007: Selbstbewußt – Zeichnung von Susanne Haun – 80 x 60 cm – Acryl und Ölkreide
- 2007: Entspannt – Zeichnung von Susanne Haun – 80 x 60 cm – Acryl und Ölkreide
Stehender Akt laviert mit Tusche und Aquarellfarben – Zeichnung von Susanne Haun
Maurizius blaue Antiktusche von Rohrer und Klinger gemischt mit violetter Aquarellfarbe von Schmincke, das versprach ein interessantes Experiment zu werden.
Manchmal habe ich nicht zuerst das Motiv im Kopf sondern das Material. Ich wollte sehen, wie die beiden oben genannten Farben sich vertragen und war sehr überrascht, wie bedeutungslos zuerst der Unterschied zwischen dem Aquarell und der Tusche schien. Erst wenn der Trocknungsprozeß abgeschlossen ist, kristallisiert sich die Verschiedenheit des Materials heraus. Wenn die Tusche trocken ist, bleibt sie genau so auf dem Bild wie sie getrockent ist. Die Aquarellfarbe kann mit Wasser wieder angelöst werden.
- Mit der Aquarellfarbe lege ich grob den Rhythmus des Körpers fest – Entstehung Zeichnung Susanne Haun
- Der Materialbedarf ist gering – Aquarellkasten, Tusche Blog – Foto von Susanne Haun
- Ich zeichne in die trockene Aquarellfarbe mit Tusche – Entstehung Zeichnung Susanne Haun
- Die blaue Tusche vermischt sich gut mit der Aquarellfarbe – Foto von Susanne Haun
- Ich lege Dunkelheiten fest – Entstehung Zeichnung von Susanne Haun
- Ich lege Dunkelheiten fest – Entstehung Zeichnung von Susanne Haun
- Die Tusche läuft sehr interessant in die feuchte Aquarellfarbe – gefällt mir – Foto von Susanne Haun
- Ja – damit kann ich gut arbeiten – Entstehung Zeichnung von Susanne Haun
- Stehender Akt – Entstehung Zeichnung von Susanne Haun
KEINE Vorzeichnung und die Athena – Zeichnung von Susanne Haun
Heute habe ich meine Athena vollendet.
Ich zeichne nicht mit Bleistift vor und ich mache auch keine Skizzen vorher. Ich gehe damit auf Iris Frage in den Kommentaren ein.
Als ich am 12.12. mit der Athena anfing, hatte ich noch keine Vorstellung davon, dass ich heute Ziege und Mann oben in die Ecke zeichnen würde.
Manchmal denke ich, wenn man mich in der Nacht weckt und sagt, zeichne einen Akt, eine Frau, eine Ziege usw. dann stehe ich auf und zeichne. Ich denke in Bildern. Deshalb merke ich mir auch schwer Namen – ich merke mir die Gesichter.
Das ist zu diesem Thema eine gute Übung, die ich selber oft beim Fernsehen mache:
Macht die Augen zu und stellt euch die Nase eures Freundes, eures Kindes, der Nachbarin usw. vor und versucht sie zu zeichnen. Es ist sehr schwer, denn wir schauen meistens nicht richtig!
Am liebsten sitze ich mit einem Blumenstrauß, einem Spiegel, Vasen und Steinen umgeben in meinem Atelier oder zuhause und zeichne; dabei surfe ich im Internet, schaue am Rechner in meinen Fotos von Urlauben, Vernissagen und Wanderungen in der Natur, höre ein Hörbuch und habe ein Buch aufgeschlagen neben mir, meist mit Kugelschreiber und Textmarker bearbeitet. Alle diese Eindrücke fliessen in meine Zeichnung.
Im Atelier redet Andreas nebenan mit seinen Schülern – da verzichte ich dann auf das Hörbuch.
Es ist eine Flut von Informationen, die an mein Gehirn geht. Diese Informationen sind meine Skizzen.
- Das Auge der Ziege – Ausschnitt Zeichnung “Athena” von Susanne Haun
- Aufbau der Ziege anhand des Auge – Ausschnitt Zeichnung “Athena” von Susanne Haun
- Fertigstellung des Auge der Ziege – Ausschnitt Zeichnung “Athena” von Susanne Haun
- Der Blick des Mannes – Ausschnitt Zeichnung “Athena” von Susanne Haun
- Die Ziege – Ausschnitt Zeichnung “Athena” von Susanne Haun
- Der Mann – Ausschnitt Zeichnung “Athena” von Susanne Haun
- Mann, Ziege und Pferd – Ausschnitt Zeichnung “Athena” von Susanne Haun
- Athena vor Lavierung des Hintergrunds – Zeichnung von Susanne Haun – 70 x 50 cm – Tusche auf Bütten
- Athena – Zeichnung von Susanne Haun – 70 x 50 cm – Tusche auf Bütten
Eine kleine 15 x 15 cm Aktserie und Hängen der Ausstellung – Zeichnungen von Susanne Haun
Zuerst möchte ich mich bei meinem Kollegen Andreas Mattern bedanken. Er hat unsere Bilder gehangen und uns beraten. Ich freue mich schon auf seine Laudatio zur Ausstellung “Sichtweisen”.
Conny Niehoff ist heute schon früh mit Ihren Bildern bei mir eingetroffen und Maike war auch schon um 12 Uhr da. Das Hängen für unsere Ausstellung hat uns viel Spaß gemacht, ich lasse die Fotos sprechen.
Mehr über die Ausstellung erfahrt ihr hier.
Neben den Bildern an den Wänden haben wir alle drei auch Mappen und Kartons mit kleinen Bildern zu liegen.
Neun meiner kleinen 15 x 15 cm Arbeiten zeige ich euch in der folgenden Galerie.
- Rückenakt – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 15 cm – Tusche auf Bütten
- Rückenakt 2 – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 15 cm – Tusche auf Bütten
- Torso 1 – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 15 cm – Tusche auf Bütten
- Torso 2 – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 15 cm – Tusche auf Bütten
- Torso 3 – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 15 cm – Tusche auf Bütten
- Torso 4 – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 15 cm – Tusche auf Bütten
- Torso 5 – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 15 cm – Tusche auf Bütten
- Rückenakt 3 – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 15 cm – Tusche auf Bütten
- Ein schöner Busen – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 15 cm – Tusche auf Bütten
- Andreas hilft uns die Bilder an die Wände zu nageln – Foto von Susanne Haun
- Conny schaut, ob auch alles gerade hängt – Foto von Susanne Haun
- Conny und Maike schauen, ob auch alles gerade hängt – Foto von Susanne Haun
- Von diesen Bildern hängen wir keines auf – es ist wichtig, dass wir aufeinander achten und eine harmonische Ausstellung hängen und alles ins Konzept paßt
- Andreas berät uns bei der Hängung – Foto von Susanne Haun
- Das SChwierigste ist die Auswahl der ARbeiten zu treffen – Foto von Susanne Haun
- Eine schöne Wand – Foto von Susanne Haun
- Eine unkonventionelle Hängung – Foto von Susanne Haun
- Andreas hat seine Arbeiten für die Ausstellung in die Radierwerkstatt geräumt – Foto von Susanne Haun
- Andreas hat seine Arbeiten für die Ausstellung in die Radierwerkstatt geräumt – Foto von Susanne Haun
Akt mit Blümchen – Vorbereitungen für “Sichtweisen” – Zeichnungen von Susanne Haun
Draußen schneit es laut Wetterbericht insgesamt 15 cm hoch. An solchen Tagen beginne ich wie von selber in meinen Schubläden, Schränke und Schatzkisten zu kramen.
Lauter Schätze hole ich für die Ausstellung “Sichtweisen” am Samstag hervor.

Ich mag farbiges, handgeschöpftes Büttenpapier und habe die Aktzeichnungen gerahmt - Zeichnungen von Susanne Haun
Ich finde meine Linolschnitte von 2001 und Zeichnungen von 2004 und eine Kiste voll von Probedrucken von der dunkelsten Platte meiner Radierungen.
Es gibt eine kleine schwarze Schachtel mit 15 x 15 cm Tuscheakten und in der zweiten Schublade meines Grafikschrankes liegen die farbigen, handgeschöpften Büttenpapiere auf denen ich Akte mit Ölkreide zeichnete.
Das Betrachten der eigenen Arbeiten über die Jahre hinweg ist sehr wichtig, denn so kann man die eigene Arbeit mit dem Abstand der Zeit distanziert betrachten. Ich sehe dann immer wieder Dinge, die ich damals zum Zeitpunkt der Entstehung des Werkes nicht sah.
Gestern schrieb Frank Koebsch in seinem Blog über den Zwiespalt eines Bloggers und fragte sich nach dem “Warum?”.
Hier ist mein “Warum?” und so habe ich es bei Frank auch kommentiert.
Das Hauptanliegen an meinem Blog ist, über meine Arbeit zu berichten. Der Blog ist gleichzeitig mein Werkverzeichnis geworden. Ich kann mir chronologisch meine Portraits, Akte, Blumen …. aufrufen und meine Gedanken dazu lesen. Es wäre vermessen zu behaupten, dass ich mir alles merken kann und so ist mein Blog auch die Dokumentation meiner Arbeit, die mir wiederum bei meiner täglichen Arbeit hilft.
Als ich begann, mein Blog zu schreiben, hätte ich nie gedacht, welche Ausmaße es annehmen und welch große Hilfe es mir bei der Arbeit werden würde.
Und hier liegt die Verbindung zu meinem heutigen Kramen in den Schubladen. Das Hinterfragen der eigenen Arbeit, aus Fehlern lernen, das Gute beibehalten und weiter entwickeln, sich über das geschaffte Werk zu freuen, es zusammenzustellen, da hilft das Blog und das Schauen in seinem Werk sehr.
- Es macht Freude, die Kartons mit den Radierungen von mir durchzuschauen – Radierungen von Susanne Haun
- Es macht Freude, die Kartons mit den Radierungen von mir durchzuschauen – Radierungen von Susanne Haun
- Auch Linolschnitte finde ich in meinen Kartons – Foto und Schnitte von Susanne Haun
- Sitzender Akt – Proberadierung Aquatinta von Susanne Haun – 1 Platte – 20 x 15 cm
- Akt mit Tuch – Proberadierung Aquatinta von Susanne Haun – 1 Platte – 25 x 20 cm
- Liegender Akt – Proberadierung Aquatinta von Susanne Haun – 1 Platte – 15 x 20 cm
- Akt mit Blümchen – Kohlezeichnung von Susanne Haun – A2
- Akt mit Blümchen radiert in der Zuckerausprengtechnik – 25 x 20 cm – Radierung von Susanne Haun
Akt im Gleichgewicht – Zeichnung von Susanne Haun – Ausstellung “Sichtweisen”
Michelangelo schrieb auf die Studie eines seiner Schüler:
“Zeichne, Antonio, Zeichne! Zeichne und verliere keine Zeit!”
So gehe ich auch an das Zeichnen heran. Ich habe eine Idee zum Motiv im Kopf, ich nehme einen Stapel Papier und beginne. Heute habe ich das A4 Silberburg Büttenpapier hervorgeholt. Es ist nur 120 g schwer, deshalb kann ich auf diesem Papier auch nur mit Standardgraph Zeichentusche meine Linien ziehen. Diese Tusche passt von der Konsistenz her genau zum Papier.
Das Model steht auf einem Bein – das geht nicht länger als 2 Minuten. Sie balanciert mit den Armen. Ich möchte mit dieser Zeichnung die Sekunden festhalten, in denen das Model auf dem einen Bein steht. Für mich ist dieser Moment des Gleichgewichts und des kommenden Ungleichgewichts von Bedeutung.
Es ist wichtig, dass sich der Zeichner darüber klar ist, welche Bedeutung er dem Betrachter zeigen möchte.
Mir ist der Rhytmus der Figur wichtig, die offene Handfläche, der angespannte Oberschenkel, Busen, Bauch, rasierte Scheide und das alles reduziert auf so wenig Linien wie nötig aber nicht weniger!
Im Januar diesen Jahres ist im Art & Graphic magazine, Nr. 30, Januar 2010, Seite 16-19 folgender Artikel von mir erschienen:
“Susanne Haun gibt Einblick in ihre Arbeit und erklärt die Bedeutung der Linie für die Zeichnung am Beispiel Akt”
Der Artikel kann hier als pdf Format gelesen werden.
Hier seht ihr meine erste Zeichnung heute zum Thema Gleichgewicht – die zweite zeige ich euch nicht
Am Samstag den 11.12.2010 zeigen Andreas und ich in unserem Atelier die Ausstellung
Sichtweisen – Aktzeichnungen von Niehoff Josupeit und Haun
Maike Josupeit, Conny Niehoff, Susanne Haun zeigen Ihre Aktbilder, die nach einem Model gemalt sind und die in drei verschiedene Arten widergegeben sind.
In jedem Bild steckt die Persönlichkeit der Künstlerin.
Samstag, den 11. Dezember 2010, 15 – 20 Uhr, es spricht Andreas Mattern.
Frauen bekommen Kinder – Zeichnung von Susanne Haun
Es ist schon lange her, da gab mir Claudia Jahnke einen Auszug aus dem Buch “Das imaginäre Leben” von Natalia Ginzburg.
“Die Frauen bekommen Kinder, und wenn sie das erste Kind haben, beginnt eine neue Art von Traurigkeit in ihnen, die aus Mühe und Furcht besteht und auch in den gesündesten und ruhigsten Frauen immer vorhanden ist.” schreibt Ginzburg. “Es ist die Furcht, das Kind könnte krank werden, [...] oder es ist das Gefühl, sich nicht mehr mit Politik, nicht mehr schreiben oder nicht mehr malen zu können [...] es ist die Sorge, sich vor Krankheit und Tod schützen zu müssen, weil die Gesundheit und das Leben einer Frau für ihr Kind notwendig sind.”

Melvin Mattern 10 Stunden nach seiner Geburt - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Römerturm Ölmalblock - 20 x 30 cm
Ich greife noch einmal das Thema Kinder und Deutschland auf. In den Kommentaren zu meinen Beitrag “Von Babies” schreibt Claudia Troßmann:
“Die Kernfrage: Warum ist es in Deutschland den meisten Eltern, ob allein oder gemeinsam, nicht (mehr) möglich ohne gravierende Existenzsorgen Kinder zu bekommen und zu erziehen?”
Du hast es mit einem einzigen Satz auf den Punkt gebracht, Claudia! Das Schlimme ist, dass diejenigen, die über die Familienpolitik entscheiden, finanziell so abgesichert sind, dass sie die Probleme nicht wirklich verstehen und deshalb auch an den falschen Stellen eingreifen!
Und diejenigen, die wirklich Hilfe brauchen, die erhalten sie nicht!







































































































3 comments