Venedig, Pescheria – Zeichnung von Susanne Haun
Ich habe vieles auf den Fotos meines Kollegen Andreas Mattern entdeckt. Er war in Venedig und ist mit 250 Fotos wieder gekommen. Mir gefällt besonders die Pescheria. Die roten und blauen Markisen sind ein wundervoller Farbfleck. Aber schaut man genauer hin, so sind zum Abschluss eines jeden Pfeilers jeweils ein Kopf oder ein Fisch. Es ist ja auch ein Fischmarkt. Andreas hat mir einige dieser Köpfe fotografiert, so dass ich mit diesen Fotos gearbeitet habe. Hier ist mein liebstes Ergebnis:
Vergessene Blumen im Wintergarten – Zeichnung
Heute beaufsichtigte ich für zwei Stunden meine Ausstellung „KurzGesehen“ im Gutshaus Glinde.
Es waren ruhige zwei Stunden, in denen ich Zeit hatte, zu zeichnen. Am Gutshaus ist ein wunderschöner Wintergarten angebaut. Der Raum ist sehr hoch und hat weiße Holzfenster mit vielen Sprossen. Leider stehen neben ein paar „vergessenen“ Blumen ein großer Kühlschrank, eine rollbare Theke und so vieles mehr, was man zu einem Marktstand für Kuchen- und Wurstverkauf benötigt, im Wintergarten.
Ich habe diesen Bumentopf aus dem Wintergarten gezeichnet.

Die vergessene Blume - Zeichnung von Susanne Haun
Er sieht sehr traurig aus mit seinen 3 Blättern.
Ich stelle fest, dass ich sehr durcheinander arbeite. Es ist mir noch nie so aufgefallen wie jetzt, wo ich täglich das Blog schreibe. Ich arbeite an Hemmingway, an der Farbe Lila und an dem Gedicht von Marie Luise Kaschnitz. Und ich halte fest, was mir gerade so im Kopf herum schwirrt, wie eben heute den Blumentopf.
Für den Leser muss das bisweilen verwirrend sein. Für mich ist es im ersten Augenblick scheinbar nicht verwirrend. Ich versuche die Gedanken an meine Themen alle im Kopf resisdent zu halten. Aber geht das wirklich? Kann der Mensch das? Durch die vielen Ausstellungen habe ich bisweilen keine Möglichkeit, kontinuirlich an ein Projekt zu arbeiten. Vielleicht rede ich mir das aber auch nur ein – es ist ja eine einfache Ausrede, denn kontinuität ist anstrengend.
Ich gehe also mit guten Vorsätzen in den neuen morgigen Tag und versuche meine Gedanken im Kopf zu ordnen!
Schön wie die Erde
Auch heute bin ich bei dem Gedicht von Marie Luise Kaschnitz hängen geblieben. Es war den ganzen Tag in meinem Kopf und reduzierte sich auf „Schön wie die Erde“. Im Gegensatz zu gestern hatte ich heute nur blau im Kopf. Die Frau ist auch im Kopf geblieben. Auch die Winde und die Jungend. Heute kam eine ganz andere Zeichnung und doch fast die selbe aus meiner Feder. Ich stelle nochmal beide Zeichnungen ein. Ich denke allerdings weiter….
- Zeichnung von Susanne Haun
- Zeichnung von Susanne Haun
Gedichte für einen Sommertag
Am Sonntag habe ich nachträglich zum Geburtstag ein kleinen Gedichteband von Itha bekommen. Ich habe mich sehr gefreut, inpirieren mich die Gedichte doch zu meinen Zeichnungen. Hauptsächlich arbeite ich im Moment an der Kurzgeschichte „Der alte Mann und das Meer“ von Hemmingway. Die Zeichnungen dazu möchte ich ins gesamt hier in mein Block stellen. Das dauert noch ein wenig.
Mit den Gedichten kann ich mich aus dem „Meer“ herausreissen und nach dem Gedicht wieder zurück zum alten Mann finden.
Heute habe ich mich mit Marie Luise Kaschnitz und dem Gedicht „Juni“ amüsiert:
Schön wie niemals sah ich jüngst die Erde.
Einer Insel gleich trieb sie im Winde.
Prangend trug sie durch den reinen Himmel
Ihrer Jugend wunderbaren Glanz.

Susanne Haun Zeichnung
Von hellblau und Steuern
Heute Morgen hatten mein Kollege Andreas Mattern und ich gleich früh einen Termin beim Steuerberater. Man glaubt nicht, was für ein Papierkram in einem Atelier anfällt. Furchtbar!!!!
Was waren wir froh, die Ordner gleich beim Steuerberater auf den Tisch legen zu können.
Das Büro des Steuerberaters bietet fantastische Ausblicke. Man schaut praktisch der Frau Merkel auf den Tisch. Mich als Urberliner erstaunt es immer wieder, was plötzlich an Gebäuden aus der Erde gestampft wurden. Wo früher gegrillt und Fußball gespielt wurde, stehen nun Glasfassaden und Betonbauten. Erstaunlich! Andreas hält diese Bauwerke in seinen Aquarellen fest. Ich betrachte lieber die Menschen, die dort herumlaufen. Ich schaue in ihren Gesichtern und finde Freude, Gehetztheit, Trauer und vieles mehr. Manchmal ist es nur ein kleines Zucken im Gesicht, was die Stimmung verrät.
Nach einem Frühstück mit Zeitungslesen und Kaffee begannen wir die Bilder unseres Kollegen Wolf-Roberto Schimpf zu hängen.
Es ist eine sehr schöne Ausstellung geworden.
Wer also Lust hat, kann morgen zu Kaffee und Keksen zu uns ins Atelier kommen und die Leinwände betrachten. Die Ausstellung heißt „hellblau“ und die Vernissage ist um 18 Uhr in der Martin-Opitz Str. 1a in Berlin Wedding.
Tagebucheintragung – Zeichnungen von Buchen
Auf meinem Weg zur S-Bahn laufe ich an vielen Buchen vorbei. Oft sammle ich dabei Blätter oder ähnliches oder suche mir eine Stelle aus, an der ich zeichne.
Vor einiger Zeit habe ich mich mit Buchen beschäftigt. Es macht mir große Freude die Blätter (die zu dieser Jahreszeit noch am wachsen sind) und die unterschiedlichen Baumstämme zu betrachten.
- Susanne Haun Zeichnung
- Susanne Haun – Zeichnung
- Susanne Haun – Zeichnung
- Susanne Haun – Zeichnung
Tagebucheintragungen – die Farbe Lila
Ich habe von Martin Suter „Lila, lila“ bei ebay ersteigert. Mal sehen, was die Farbe Lila mit dieser Geschichte zu tun hat. Im Moment weiß ich es noch nicht.
Ich bin also weiter im Lila – Fieber. Ich werde mich jetzt langsam vom dunklen Lila zu Rot arbeiten. Ich sehe die verschiedenen Farben schon vor mir und werde die Tagebucheintragungen auch so hängen.
Am Freitag beginnt meine Short Cut Ausstellung. Ich muß noch die Lila Bilder rahmen und hängen. Ich werde die Tagebucheintragungen dieses Mal farblich und nicht thematisch sortiert hängen. Ich freue mich schon auf das Ergebnis.

Tagebucheintragung 7.4.2009
Tagebucheintragungen – Damenriege in lila
Bei der Farbe Lila kommen dem Betrchter viele Gedanken in den Kopf – am häufigsten wohl, „Lila, der letzte Versuch“. Ich sehe lila als eine Mischung aus Rot und Blau. Rot – das wilde und warme, Blau – das Kühle ausgewogene.
Daraus entsteht Lila. Lila oder Violett ist laut Itten das Geheimnis, Unbewußtes, drohend oder beglückend, erschreckend, Aberglaube.
Das alles soll in der Farbe LILA stecken. Ich finde das sehr interessant. Ich habe das Lila um die Frauen plaziert. Für viele Männer sind Frauen ein Geheimnis und wirklich drohend oder beglückend.
Aber es gibt auch Männer, die beschäftigen sich mit der Seele der Frauen. Die haben übrigens immer Erfolg bei Frauen, denn sie Wissen dann ja, was die Frauen wollen
))))
Diese Frauen hier habe ich schon am 2. und 7. April gemalt. Heute habe ich beim Stöbern im Itten noch einmal die Worte zu lila gelesen und fand, es paßt gut zu diesen Bildern…..
- Tagebucheintrag 2.4.2009
- Tagebucheintragung 7.4.2009
- Tagebucheintragung 7.4.2009 / 2.Bild
Tagebucheintragung – Ziegen im Streichelzoo
Ich bin immer noch an der Ostsee. Hier auf der Anlage gibt es ein kleines Gehege mit Ziegen. Eigentlich für Kinder. Sie sollen das Futter kaufen und die Ziegen streicheln und füttern. Ich habe mich schön in die Sonne auf eine Bank gesetzt und die Ziegen beobachtet. Dann habe ich begonnen, sie zu zeichnen. Sie haben sehr niedliche Grimassen und ich habe mich köstlich amüsiert. Natürlich habe ich meine Modelle mit Futter belohnt. Hoheitsvoll und sehr zutraulich haben sie mir das ganze eckelig stinkende Zeug von den Händen geschleckt (eigentlich igitt) aber was tut man nicht alles für ein gutes Modell.
Lustig wurde es, als zwei Familien mit 6 Kindern bis ca. 7 Jahre alt ankamen. Die Kinder rannten auf die Ziegen los; alle in der Hoffnung, sie anfassen oder gar am Bart ziehen zu können. Es gab in dem Streichelzoo auch eine kleine Pforte, durch die die Tiere in einen Ruhebereich gelangten, der für das Publikum gesperrt war. Ich hätte nicht gedacht, dass Ziegen so schnell laufen können. Sie flüchteten sofort vor der Großfamilie. Die Kinder waren ganz enttäuscht.
- Tagebucheintragung 13.4.2009 / 1.Bild
- Tagebucheintragung 13.4.2009 / 2.Bild
Tagebucheintragung – Highland Rinder
Auch heute fand ich die Highlandrinder zeichnenswert. Durch die Beobachtungen von gestern konnte ich den Charakter der Tiere heute noch besser einfangen. Auch wenn die Augen immer so versteckt sind, dass man sie nur durch ausdauerndes Suchen finden kann, erhalten die Tiere Ausdruck. Ein bißchen erinnern sie mich an meine Texel-Meerschweinchen. Die haben auch so lange Haare und man weiss nie, wo vorne und hinten ist.
- Tagebucheintragung 12.4.2009 / 1.Blatt
- Tagebucheintragung 12.4.2009 / 2.Blatt















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