Susanne Haun Zeichnungen

Der Paradiesgarten (Vorgarten) – Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Blumen und Pflanzen, Zeichnung von susannehaun am 23. November 2009

„Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden und setzte den Menschen hinein.“

Durchströmt uns heute noch diese Sehnsucht nach dem Paradies, wenn wir (in der Malerei) Gärten sehen? Vermittelt uns der Vorgarten das Gefühl der Geborgenheit? Befriedigt ein Blumenbild oder das Bild eines Garten unsere Sehnsucht nach dem Glück? Ich freue mich sehr auf unseren Vorgarten im neuen Atelier und ich habe tausende Ideen, welche Blumen ich pflanzen und dann später zeichnen möchte: Lilien, Rittersporn, Stockrosen (Malven), Rosen, Lavendel, Japanische Azaleen, Sonnenblumen, Rosmarin und beim Besuch in der Gärtnerei werden mir noch einige weitere einfallen. Sie, meine Leser, werdet die Blüten alle im Sommer hier bewundern können. Schon immer haben Blumen in der Kunst eine Rolle gespielt. Man denke nur nur an die Impressionisten. Mir kommt es wie immer nicht auf die Farben sondern auf die unterschiedlichen Besonderheiten der Blüten an. Auf die Linien, die sich durch die Überschneidungen der Blütenblätter bilden. Auf die Helligkeiten und Dunkelheiten.
Ich habe in der Weltkunst gelesen, die Gärten seien die Zufluchtorte der Einsamen. Ich bin nicht einsam, es ist die Freude, die Pflanzen zu betrachten sowie ihre Einzigartigkeit die mich dazu bewegt, sie immer wieder darzustellen.
Da der Herbst mit Macht seinen Einzug hält, habe ich mir im Blumenladen eine Amaryllis gekauft.

Die Kunst und der Betrachter – Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, Zeichnung von susannehaun am 22. November 2009

Auch heute möchte ich Frau Pitzen, die Direktorin des Frauenmuseums zitieren.
„In den 70er Jahren strömte eine beachtliche Masse an Publikum durch die Galerien, voller Neugier und Lust am Aufregen und Kritisieren. Es war eine Schulung des Sehen.“
Sehen lernen ist sehr wichtig und je mehr Kunst der Betrachter schaut, desto besser kann er Kunst sehen. Kunst sehen will gelernt sein!
Sobald der Betrachter sehen gelernt hat, kann er über das „gefällt mir oder gefällt mir nicht“ urteilen. Von diesem Augenblick an sind die Kritiken und Diskussionen mit dem Betrachter die reinste Freude für den Künstler. Zur Kunst gehören neben dem Kunstschaffenden auch der Betrachter.
Das heißt nicht, dass sich ein Künstler nicht über ein „gefällt mir“ freut!!! ;-)
Gestern habe ich auf der Messe neben den Kundengesprächen ein wenig gezeichnet und in einer Ausgabe meiner heißgeliebten Weltkunst geblättert. Ich zeichne gerne unterwegs mit einem Kugelschreiber. Er ist so weich und gibt warme Linien.

Für wen zeichne ich – Antworten von Susanne Haun

Veröffentlicht in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, Zeichnung von susannehaun am 21. November 2009

Heute war der zweite Tag der 19. Kunstmesse im Frauenmuseum. Marianne Pitzen, die Direktorin des Frauenmuseums, stellt im Vorwort des Kataloges folgende Fragen:
„Für wen malt und arbeitet die Künstlerin? Für sich allein? Kann sie erwarten, dass sich andere für ihre ganz individuellen Einsichten interessieren? […] Und wie geht sie um mit den vielen Fragen unserer Zeit?“
Ich arbeite für mich, wenn meine Arbeiten dem Betrachter gefallen, dann freue ich mich. Das Gefallen ist aber NICHT die Motivation für meine Arbeit.
Ich erwarte nichts. Ich zeichne. Diese beiden Wörter sagen alles aus.
Ich nutze die neuen Medien dieser Zeit, um meine Arbeiten zu publizieren. Aber ich nutze die Möglichkeiten meiner Zeit nicht für den Schaffensprozess meiner Arbeit. Ich arbeite sehr klassisch mit Tusche auf Papier. Seit Jahrhunderten arbeiten Künstler auf diese Weise. Mich fasziniert, dass ich mit so einfachen Mitteln so reduziert die ganze Welt darstellen kann.

Herzlichen Dank an meinen Kollegen Andreas Mattern, der mir geholfen hat, meine Bilder zu transportieren und zu Hängen.

Ausstellung im Herrenhaus Burg Altendorf – Zeichnungen von Susanne Haun

Veröffentlicht in Ausstellung von susannehaun am 20. November 2009

Heute haben wir unsere Bilder im Herrenhaus Burg Altendorf, Burgstraße, 53340 Meckenheim gehangen. Die dortige Ausstellung wird von der Akademie Altenahr e.V. organisiert und 20% des Verkaufspreises werden an die Leukämie Initiative Bonn gespendet.

Freitag, den 20.11. von 16 – 21 Uhr
Samstag, den 21.11. von 11 – 18 Uhr
Sonntag, 22.11. von 11 – 17 Uhr

Die Vernissage ist am 20.11.2009 um 19 Uhr.

Melvin im Bade – Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Portraitmalerei, Zeichnung von susannehaun am 19. November 2009

Gestern habe ich bei Matterns Ihren Sohn Melvin im Bade erleben dürfen. Melvin ist etwas über 1 Jahr alt und ohne seine Entchen geht er nicht in die Wanne. Natürlich ist er sehr stolz auf seine Entensammlung und hat sie mir alle auf dem Badewannenrand präsentiert.
Ich dachte sofort an Ernie aus der Sesamstraße. Ich mag Ernies Quietscheentchenlied.
Hier könnt ihr ihn hören.

Melvin im Bade - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche und Aquarell auf Bütten - 20 x 20 cm

Melvin im Bade - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche und Aquarell auf Bütten - 20 x 20 cm

Kunst und Politik – passt das zusammen? Zeichnungen von Susanne Haun

Veröffentlicht in Der Rinderraub - Táin Bó Cuailnge, Illustration, Tiere, Zeichnung von susannehaun am 18. November 2009

Muss meine politische Meinung in meine Zeichnungen einfliessen?

Ich habe mich entschieden, meine Zeichnungen von meiner politischen Meinung und meinen Ideen frei zu halten. Um es platt auszudrücken, ich mag keine Panzer und Soldaten mit Waffen zeichnen, um die Menschen vor dem Krieg zu warnen. Diese Warnung möchte ich mit Worten ausdrücken.

Horst Janssen hat in seinem Buch „An und für mich“ geschrieben, „Was nicht zu zeichnen ist, das lade ich ab in meine Wörterkiste.“ Ich habe mich sehr gefreut, diese wenigen Wörter zu lesen, denn es beschreibt mein Gefühl zu meinen Texten und Zeichnungen sehr gut.

Gut zu diesem Beitrag passen auch die beiden Schweinehirten Friuch und Rucht, die sich in Gestalt von zwei Hirschen bekämpfen.

Herbstblumenstrauß oder von der Sammlerleidenschaft – Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Blumen und Pflanzen, Zeichnung von susannehaun am 17. November 2009

Beginnt unsere Leidenschaft zum Sammeln nicht schon im Kindesalter?
Wer hat nicht einmal Klebebildchen mit abgebildeten Fußballspielern, Popstars oder Pokemons in ein Album geklebt?
Ich erinnere mich noch gut, wie wir auf dem Schulhof unsere Bilder tauschten, um unsere Sammlung zu vervollständigen.
Mir ist diese Sammlerleidenschaft erhalten geblieben und ich sammle Grafiken meiner KollegenInnen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, tausche ich eines meiner Werke gegen ein Werk eines anderen Künstlers. Meine Wohnungswände sind voll mit Grafiken und ich habe auch eine große Mappe, mit allem was ich im Moment nicht hängen kann. Ich hänge oft um oder stöber in der Mappe mit meinen Schätzen.
Im Atelier hängen meine Bilder und so möchte ich zu Hause auf Werke meiner KollegenInnen blicken. Zum sammeln gehört Leidenschaft.
Eine Sammlerin meiner Bilder kauft immer Blumen, die andere besonders kleine Arbeiten, der nächste Akte usw. Ich finde es immer sehr interessant, die Sammlungskriterien von meinen Kunden zu hören.

Es wird langsam schwierig, draußen blühende Pflanzen zu finden, so dass ich wie immer im Winter dazu übergegangen bin, mir Blumensträuße zu kaufen.

Herbstblumenstrauß - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 30 x 40 cm

Herbstblumenstrauß - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 30 x 40 cm

Vater und Sohn – Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Zeichnung von susannehaun am 16. November 2009

Als Zeichnerin ist mir der Zeichner Horst Janssen natürlich bekannt. Ich weiß nicht, ob ich seine Texte oder seine Zeichnungen mehr mag. Im Moment lese ich wieder einmal in seinem Buch „An und für mich“ (1986, Deutscher Taschenbuch Verlag).
Gleich im Vorwort schreibt er:
„Das mir köstlichste Dessert nach meiner „Arbeit“ ist, gelobt zu werden.“
Schon beim Lesen verzog sich mein Mund zu einem Grinsen.
Möchte nicht jeder nach seiner Arbeit gelobt werden – angefangen vom Fabrikarbeiter, der Birnen in einen Karton steckt bis zum Manager, der neue Produktiongebiete entdeckt?

Es ist ein schönes Gefühl, gelobt zu werden.

Heute habe ich von meiner ehemaligen Malschülerin Cordula Sohn und Mann gezeichnet. Die Familie wohnt in meiner Nachbarschaft und wir begegnen uns immer wieder, beim Einkaufen, Joggen, Spazieren gehen usw. Cordulas Sohn hatte die Woche sein erstes Spiel in der Deutschen Fußballnationalmannschaft U15. Ich zeichnete den stolzen Vater mit Sohn. Wie diese Familie mit ihrem sportbegabten Sohn/Bruder umgeht, muss einfach gelobt werden!

Vater und Sohn - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 30 x 40 cm

Vater und Sohn - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 30 x 40 cm

Gladiolen – Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Blumen und Pflanzen, Zeichnung von susannehaun am 15. November 2009

Gladiolen gehören zur Gattung der Schwertlilien. Sie wurden am S-Bahnhof Lichterfelde Ost in einem Blumenladen nahe dem neuen Atelier angeboten und da im Moment keine Gladiolen Zeit ist, habe ich mich besonders gefreut, ein so schönes Model zu ergattern.
Ich habe mir die geschlossenen Blüten besonders genau angeschaut und habe einmal grüne Tusche auf Silberburg Bütten und Carput Mortem Tusche auf Aquarellpapier gewählt und erzeuge somit unterschiedliche Stimmungen.

Mein Fotoapparat – Zeichnung von Susanne Haun

Veröffentlicht in Portraitmalerei, Zeichnung von susannehaun am 14. November 2009

Gestern schrieb Tina zu meinem Selbstportrait vor dem Spiegel, dass ich mich sehr ehrlich betrachte.

Diese Ehrlichkeit ist mir sehr wichtig, denn ich darf jede Linie meines Gesichts zeichnen und jede Linie erzählt meine Geschichte – im Gegensatz dazu möchten manche Modelle ihre Geschichten (Falten) für sich behalten. So geniesse ich es, meine Falten zu malen.

Die beiden heutigen Selbstportraits sind noch schonungsloser als die gestrigen. Ich male Portraits gerne mit einem Gegenstand des Models, den er besonders schätzt oder der ihn näher beschreibt.

Dabei diente mir schon vor Jahren das Bild „Der Kaufmann Georg Gisze“ von Hans Hohlbein des Jüngeren als Inspirationsquelle. Die dort abgebildeten Gegenstände des Kaufmanns geben Aufschluss über seine Person und der Betrachter erhält mehr Informationen.

Es ist nicht einfach für den Portraitierten „seinen“ Gegenstand zu finden. Meine Modelle brachten mir Olivenöl, Handy, Schuhe, die eigene Frau und vieles mehr mit. Ich bin immer schon sehr gespannt, mit welchen Gegenständen sich mein Modell identifiziert.

Ich hatte heute die Kamera eher zufällig in der Hand – Akku alle. Ich fotografiere aber extrem viel, was im Zeitalter der digitalen Kameras ja auch preiswert und gut möglich ist. Ich mache eher Schnappschüsse viele unscharf und unüberlegt von der Komposition. Diese Schnappschüsse meiner Familie und Freunde verarbeite ich Weihnachten in einen Fotokalender und schenke sie den betroffenen.