Von Muscheln, Rostock und der Galerie Klosterformat – Zeichnung von Susanne Haun
Denkt man bei Rostock nicht an die Ostsee, Muscheln und an viele Muschelzeichnungen?
Ich bin gestern mit Cordula Kerlikowski nach Rostock gefahren, um mit Frank Koebsch Gedanken zur Kunst im allgemeinen, zur VG Wort und VG Bild und Google Analytics auszutauschen.
Natürlich hatten wir dabei auch viel Spaß und haben unser Wissen geteilt. Dabei nahmen wir an einem Kurs von Carsten Appel zum Thema Google Analytics teil, der das Thema gut am Beispiel vom Rostocker Blog „MV-Startups“ erklärte. Hier gibt es Fotos und einen Blogbeitrag von Co Working Rostock, dem Veranstalter, zum Thema.
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Mir war auch wichtig, die Galerie Klosterformatzu besuchen. Wer in Rostock ist, kann dort unter anderem mein Buch „Mit Tusche zeichnen und kolorieren“ signiert kaufen.
Vorne links liegen Mappen mit verschiedenen Künstlern, dort findet ihr auch Zeichnungen von mir, unter anderem Muschelzeichnungen (seht hier meinen Artikel darüber). Als ich sie gestern sah, hatte ich sofort Lust, heute meine Porzellanschüssel mit meinen Fundstücken auszuschütten und ich zeichnete weitere zwei Muschelzeichnungen.
- Susanne Haun auf den Weg nach Rostock – Foto von Cordula Kerlikowski
- Cordula Kerlikowski und Frank Koebsch im Hof der Galerie Klosterformat – Foto von Susanne Haun
- In Rostock – Foto von Susanne Haun
- Muschelzeichnung – von Susanne Haun – Tusche auf Bütten 18 x 26 cm
- Muschelzeichnung – von Susanne Haun – Tusche auf Bütten 18 x 26 cm
- Muschelzeichnung (anzusehen und zu kaufen in der Galerie Klosterformat in Rostock)- von Susanne Haun – Tusche auf Bütten 18 x 26 cm
Das Gedachte und die Rolle des Lebens – Objekt und Konzept von Susanne Haun
Wilhelm von Humboldt sagte: „Das Wesen des Denkens besteht im Reflektieren, d.h. im Unterscheiden des Denkenden vom Gedachten.“
Der Satz ist eine ganz schöne „Nuss“, die geknackt werden muss und das auch noch zeichnerisch darstellen ist eine Herausforderung der ich mich in Zukunft stellen werde.
Zuerst einmal, Wilhelm von Humboldt ist der Ergründer der Sprachen während sein Bruder Alexander sich mit den Naturwissenschaften beschäftigte.
Ich frage mich, ob das überhaupt geht? Ist ein Gedanke nicht wie ein Kunstwerk in seinem Produkt nur dann authentisch, wenn er mit dem Produzenten zusammengebracht wird?
Sind meine Rolle und ich nicht auch eines? Die 10 Meter Zeichnung, die sich in meinem Glaskubus abkurbeln lassen, kann doch nur ich in diesem Augenblick gezeichnet haben und das Kunstrukt der Rolle überhaupt ist doch von mir nicht zu trennen!
Wie seht ihr diesen Satz?
Wenn ihr mehr über meine Rolle erfahren wollt, dann könnt ihr gleich mehrere Blogbeiträge der Vergangenheit folgen:
Hier zeige ich eine Übersicht der 10 Meter langen Zeichnung im Inneren der Rolle.
Hier teile ich euch meine Überlegungen mit, wie ich auf dem Sprung von der Zeichnung zum Objekt / Konzept bin.
Hier seht ihr schon mal Bilder zum fertigen Objekt / Konzept und ich beginne gleich mit dem Inhalt zum 2. Objekt.
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Inzwischen arbeite ich an der zweiten Rolle und bin bei ihr auf Meter vier angelangt.
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Akt zeichnen in der Berlinischen Galerie – Skizzen von Susanne Haun
15 Minuten steht das Modell in der Berlinischen Galerie beim Aktzeichnen für einen Durchgang.
Dann gibt es 1 Minute Pause, 15 Minuten Akt, 7 Minuten Pause, 15 Minuten Akt 1 Minute Pause und so geht es weiter bis zwei Stunden vorüber sind. Das verlangt größte Konzentration.
Für Skizzen empfinde ich 15 Minuten als lange Zeit … da kann ich gut drei von der selben Postion zeichnen. Für die ersten drei Positionen habe ich meinen Füller benutzt danach verlangte es mir nach Abwechslung und ich griff zu den Buntstiften. Und danach verliessen sie mich ganz und mich dürstete es nach der Ausstellung und einem Latte Machiatto im Museums Kaffee.
Besonders eindrucksvoll finde ich das Werk Rapport im Eingangsbereich der Berlinischen Galerie von J.Mayer H. Ich mußte mich festhalten, um den Rapport – Raum durchqueren zu können – mir wird ganz schwindelig dabei…. Hier auf der Homepage von J.Mayer ist ein Video mit Erläuterungen und Gesprächen zum Kunstwerk zu sehen.
- Position 1: stehender Akt – Skizze von Susanne Haun
- Position 2: sitzender Akt – Version 1 – Skizze von Susanne Haun
- Position 2: sitzender Akt – Version 2 – Skizze von Susanne Haun
- Position 2: sitzender Akt – Version 3 – Skizze von Susanne Haun
- Position 3: stehender Akt – Version 1 – Skizze von Susanne Haun
- Position 3: stehender Akt – Version 2 – Skizze von Susanne Haun
- Position 4: Sitzender Akt auf Würfel – Version 1 – Skizze von Susanne Haun
- Position 4: Sitzender Akt auf Würfel – Version 2 – Skizze von Susanne Haun
- In der Berlinischen Galerie – Foto von Susanne Haun
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
- Rauminstallation Rapport von J.Mayer H. fotografiert mit freundlicher Genehmigung der Berlinischen Galerie für den privaten Gebrauch
Der Musenkuss und meine Glasflügel für Lilienthal – Konzept von Susanne Haun
„Doch Fieber allein mache noch kein Kunstwerk“
sagte Aris Fioretos im Salon der Berliner Akademie (Quelle Tagesspiegel)
Fioretos habe ich bei einer Podiumsdiskussion in Freiburg life erlebt (siehe hier), so kann ich ihn mir vorstellen, wie er im Salon der Berliner Akademie spricht. Leider habe ich diese Veranstaltung nicht besucht. Ich wollte es, aber dann… Ihr kennt es sicher auch, diesen inneren Schweinehund, den man überwinden muss, um bei Regen aus dem Haus zu gehen….
„Die Frage ist doch: Wie wird der Musenkuss verwaltet? Das ist wichtig!“ Aris Fioretos . Ohne Handwerk, Kalkül und Kontrolle entsteht keine gute Literatur, ist die Meinung von Fioretis, Michael Lentz und Ernst Osterkamp. Ich stimme den Dreien in allen Punkten zu und füge der Literatur die Kunst dazu.
Die Verwaltung des Musenkusses ist nicht immer einfach und macht auch Arbeit.
Neben der Zeichnung werde ich beim Lilienthal Projekt viel mit Glas arbeiten, was in meiner Geschichte begründet liegt. Ich komme aus einer Glaserfamilie. Vor meinem Bruder war mein Vater selbständiger Glasermeister und mein Bruder führt das Familienunternehmen weiter. So bin ich schon mein Leben lang mit dem Material Glas konfrontiert. Als 18jährige restaurierte ich mit meinem Vater in der Berliner Charité Rudolf Virchow die Bleiverglasungen der Kirche des Geländes. Die Kirchenfenster waren Abstrakt und jede Scheibe hatte eine andere Glasstruktur, Oberfläche und Farbe.
Zur Konzeptkunst gehört, dass man seine Ideen nicht selber persönlich umsetzen muss aber kann. Heute haben mein Vater, mein Bruder und ich mein Konzept zum Lilienthal Projekt besprochen. Dazu waren wir in der Glaserei meines Bruders (hier ein Video der Glaserei).
Ich mag es verrückte Ideen, die ich im Kopf habe auch umzusetzen und mir ist es wichtig, dass sie immer Elemente von mir besitzen, die meine zeichnerische Handschrift tragen.
So habe ich meinem Bruder den fertigen Kubus gezeigt und das Rohmaterial für den Sockel und ich zeigte ihm, in welcher Form ich mir die Glasscheiben vorstelle. Um schon einmal ein Gefühl für die Farbe zu erhalten, hat mir mein Bruder drei Scheiben mitgegeben.
Ich bin gerne in der Werkstatt meines Bruders, es sind so viele Interessante Dinge dort.
Das erste Scheibe habe ich heute bezeichnet – also auf die Scheibe gezeichnet. Das hat wirklich viel besser geklappt, als ich gedacht habe und ich freue mich sehr über meinen Storchenflügel auf Glas. Er harmonisiert hervorragend mit dem Kubus und den Lilienthal Blättern.
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Die Ankündigung der Ausstellung „Berlin Tegel: Eine Hommage an den Flughafen im Herzen der Stadt“ könnt ihr schon hier auf der Berlin Seite lesen.
- Mein Bruder setzt das Glas in die Schleifmaschine, im Hintergrund mein Vater – Foto von Susanne Haun
- Die Maschine transportiert das Glas – Foto von Susanne Haun
- Mein Bruder schaut, ob auch alles o.k. ist – Foto von Susanne Haun
- „Mit fremden Federn schmücken“ sagt mein Vater – Foto von Ullrich Zeidler
- Das Glas trocknet vom Schleifen – Foto von Susanne Haun
- Überall Glas – überall Spiegel – Foto von Susanne Haun
- Ich probiere verschieden Farben auf dem Glas aus – Foto und Zeichnung von Susanne Haun
- Tolle Schatten ergeben sich – Foto von Susanne Haun
- Der Storchenflügel entsteht – Zeichnung auf Glas von Susanne Haun
- Storchenflügel – Zeichnung auf Glas von Susanne Haun
- Verschiedene Glasscheiben für mein Objekt – Foto von Susanne Haun
- Ja, ich bin zufrieden – Kubus und Scheibe kommunizieren miteinander – Konzept von Susanne Haun
- Storchenflügel – Zeichnung auf Glas von Susanne Haun
- Ausschnitt meiner Atelierwand mit dem Lilienthal Konzept – Foto von Susanne Haun
Aus der Sicht meines Bruders und das Vergessen – Selbstportrait von Susanne Haun
Mein Bruder und ich sind Geschwister wie sie im Buche stehen.
Wir können uns bis auf’s Messer streiten und im nächsten Augenblick liegen wir uns in den Armen. Das hat sich in den 45 Jahren unseres Geschwisterseins nicht geändert. Wir konnten das mit 5, 12, 20, 30 und auch jetzt noch mit über 40 Jahren.

Durch meines Bruders Augen - Version 2 - Zeichnung von Susanne Haun - 35 x 35 cm - Tusche auf Bütten
Bei meiner Weihnachtsöffnung fotografierte mein Bruder in meinem Atelier und ich benutze die Fotos für die heutigen beiden Selbstportraits. Es ist schwer, sich selber aus der Sicht eines anderen zu zeichnen. Es fällt mir sehr viel einfacher, mich in den Spiegel betrachtend zu zeichnen. Nie im Leben würde ich mich mit offenen Mund, die Zähne sichtbar darstellen und von oben kann ich so oder so nicht in den Spiegel schauen.
Siri Hustvedt berichtet in ihrem Buch „Was ich liebte“ unter anderem von dem Künstler Bill, der sich selber als Schatten malt. Sie schreibt in dem Buch auch über das Vergessen: „Aber wenn wir vergessen haben, (…) erinnern wir uns nicht immer daran, dass wir vergessen haben; das heißt, sich daran zu erinnern, dass wir vergessen haben, ist eigentlich nicht Vergessen, oder?“
Dieses Erinnern, einmal etwas gewußt zu haben, was ich jetzt nicht mehr weis ist für mich ein sehr schmerzhaftes Gefühl. Es hat sehr viel von Verlust an sich.
Storchen Kubus – Sockel für Lilienthal Objekt – Konzept von Susanne Haun
Der Würfel heißt lateinisch Kubus und der Würfel kommt im deutschen vom Wurf!
Beim Würfel denke ich somit auch sofort an „Mensch ärgere dich nicht“. Schaue ich aber meinen Kubus an, den ich genau wegen dem „Mensch ärger dich nicht“ eben nicht Würfel nenne, stelle ich mir die Frage, wie ich ihn präsentiere und wieviele davon ich dem ersten noch zur Seite stelle.
Was ich sehr spannend finde, sind die einzelnen Seiten im Verhältniss zum ganzen Würfel und welche Eindrücke entstehen, wenn ich den Würfel drehe.
Als nächstes ist der Sockel an der Reihe. Der heute hier gezeigte Kubus hat eine Seitenlänge von 15 cm. Der Sockel für mein Objekt wird 30 cm Seitenlänge haben. Er ist so einfach standsicherer. Hier ist übrigens der erste Artikel zum Thema Würfel / Kubus.
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
- Storchen Kubus – Lilienthal Projekt von Susanne Haun
Fliegen, tanzen, klettern – Das Lilienthal Konzept von Susanne Haun
Fliegen, tanzen und klettern haben für mich von den Bewegungsabläufen eine große Ähnlichkeit.

Schweben wie beim Tanzen - Version 3 - ÜberZeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 40 x 30 cm
Diese Sportarten sind von großer Eleganz und mit viel Körperspannung verbunden. Oft habe ich in Österreich in meinen zahlreichen Urlauben die Drachenflieger beobachtet. Es muss ein erhebenes Gefähl sein, vom Berg (Hügel) nur mit Flügeln zu gleiten. Ich selber bin nie Drachen geflogen.
Beim Klettern kenne ich das Gefühl aus persönlicher Erfahrung, wenn du in der Wand hängst, gesichert mit einem Seil und über die Wolken schaust.
Wenn ich beim Ballett die TänzerInnen beobachte, die Anspannungen der Muskeln und die Flugphasen sehe, dann denke ich, es kommt sicher dem Fliegen nahe.
So habe ich heute die Konstruktionszeichnungen Lilienthals mit Menschen beim Tanzen überzeichnet.
- Schweben wie beim Tanzen – Version 3 – ÜberZeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 40 x 30 cm
- Schweben wie beim Tanzen – Version 4 – ÜberZeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 40 x 30 cm
- Schweben wie beim Tanzen – Version 1 – ÜberZeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 40 x 30 cm
- Schweben wie beim Tanzen – Version 2 – ÜberZeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 40 x 30 cm
Der Engel im Kleistpark Berlin – Zeichnung von Susanne Haun
Die Potsdamer Straße in Berlin ist eine verkehrsreiche Straße auf der jeder Berliner oft fährt und so passiert er oft den Kleistpark ohne ihn weiter zu würdigen.
Jedenfalls ging es mir so. Dabei steckt sehr viel Geschichte und Wissenswertes in diesen von der Potsdamer Straße so häßlich eingebauten königlichen Eingang.
Die Königskolonnaden stehen erst seit 1910 an der Potdamer Str. Sie wurden 1780 erbaut und standen ursprünglich am Alexanderplatz und wurden versetzt. Auf dem Gelände des Kleistparks war der Botanische Garten untergebracht, bevor dieser aufgrund von Platzproblemen zu seinem heutigen Steglitzer Standort verlegt wurde. Erst sollte der ehemalige botanische Garten ganz bebaut werden, aber eine Bürgerinitiative setzte durch, dass die Hälfte des Geländes als Park erhalten blieb und aufgrund des 100. Todestages von Kleist erhielt der Park seinen heutigen Namen.
Ich bin Urberlinerin, lebe mein Leben lang in Berlin aber ich war letzte Woche das erste Mal im Kleistpark. Berlin ist so groß und besitzt so viele Parkanlagen, dass ich bisher als Nordberlinerin einfach noch nicht auf die Idee gekommen bin, im Kleistpark spazieren zu gehen. So freue ich mich, dass mich die Leiterin des Fördervereins der Graphothek Berlin Reinickendorf, Christina Illigner, auf die Idee gebracht hat, dort zu wandeln.
Christina geht in diesem Park regelmäßig mit ihrem Enkel spazieren und der mag besonders den Engel der dort am Ende der Kolonaden steht, so war bei Christina die Idee geboren, ihrem Enkel eine Zeichnung vom Engel zu schenken.
Was mir schon beim skizzieren im Park auffällt, ist der zum Körper große Kopf des Engels. Das Wetter ist zur Zeit in Berlin bescheiden, es regnet und ist grau in grau. Kein Mensch ist in den Kolonnaden und die Stimmung ist so trostlos dort – ich werde den Engel im Sommer wieder besuchen. Ich kann mir den Unterschied gut vorstellen und sehe das Blau des Himmels direkt vor meinem inneren Auge. Der Skulptur selber sieht man die Jahre an … sie ist an vielen Stellen oxidiert aber das macht nichts, ich werde sie strahlend zeichnen.
Heute habe ich den Engel von allen Seiten skizziert, um mir klar zu werden, welche Ansicht ich für die Zeichnung, die 40 x 30 cm groß werden soll, wählen werde.
- Kolonnaden im Kleistpark – Foto von Susanne Haun
- Kolonnaden im Kleistpark – Foto von Susanne Haun
- Engel im Kleistpark – Foto von Susanne Haun
- Engel im Kleistpark – Skizze Nr. 1 von Susanne Haun
- Engel im Kleistpark – Skizze Nr. 2 von Susanne Haun
- Engel im Kleistpark – Skizze Nr. 3 von Susanne Haun
- Engel im Kleistpark – Skizze Nr. 4 von Susanne Haun
- Engel im Kleistpark – Skizze Nr. 5 von Susanne Haun
- Engel im Kleistpark – Skizze Nr. 6 von Susanne Haun
- Engel im Kleistpark – Skizze Nr. 7 von Susanne Haun
- Potsdamer Str. Berlin – Foto von Susanne Haun
Säulenträgerin am Haus des Jaron Verlages – Zeichnung von Susanne Haun
Der Jaron Verlag hat seinen Firmensitz in einem schönen alten Gebäude mit viel Fassade in Berlins Mitte.
Wir haben uns heute dort in größerer Runde getroffen, um über das Buch zur Ausstellung „Berlin Tegel: Eine Hommage an den Flugplatz im Herzen der Stadt“ zu sprechen.
Der Hüftschwung der Säulenträgerin des Eingangs und die erhobene Hand haben mich so fasziniert, dass ich einfach nicht anders konnte, als sie immer wieder auf Papier zu bannen.
15 Seiten werden für mich und Lilienthal zur Verfügung stehen, die ich planen und gestalten kann. Die journalistische Federführung des Projektes obliegt dem Journalisten Christian Bahr. Christiane Weidner wird die Fotos des Buches „schiessen“ und Frank Koebsch berichtet von seinen Erlebnissen als Reisender und wird Aquarelle dazu malen. Der Jaron Verlag verlegt das Buch und es wird im September erscheinen.
- Fassade des Hauses Dorotheenstr. 37 – Foto von Susanne Haun
- Fassade des Hauses Dorotheenstr. 37 – Foto von Susanne Haun
- Eingang des Hauses Dorotheenstr. 37 – Foto von Susanne Haun
- Säulenträgerin Version 1 – Zeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 30 x 40 cm
- Säulenträgerin Version 2 – Zeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 17 x 22 cm
- Säulenträgerin Version 3 – Zeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Bütten – 17 x 22 cm
- Größenvergleich Zeichnungen Säulenträgerin von Susanne Haun
Lilienthals Fliegeberg – ÜberZeichnungen von Susanne Haun
Lilienthal erfüllte sich 1894 einen langgehegten Wunsch und ließ in Berlin Lichterfelde einen 15 m hohen Fliegerberg aufschütten.
Mit dem Berg konnte Lilienthal endlich seine Flugstunden so oft wie es seine Zeit erlaubte ausüben. Anna Lilienthal, die Schwägerin Otto Lilienthals berichtete:
„Die Berliner mit ihrem Spürsinn hatten es bald heraus, dass hier etwas ganz Neues sich auftat. Der Fliegeberg wurde ein beliebter Ausflugsort. Des Sonntags kamen sie mit Kind und Kegel heraus und schlugen ihr Lager am Fuße des Berges auf. Der „fliegende Mann“ wurde bei seinem Erscheinen mit lautem Hallo begrüßt, …“
Gustav Lilienthal, der Bruder Ottos, arbeitete mit seinem Bruder gemeinsam an den Flugapparaten. Irgendwann, wenn man sich nur intensiv genug mit dem Menschenflug beschäftigt, stößt man unweigerlich auf den Bruder Lilienthals.
Ich zeichnete heute ein Portrait Gustavs auf eine starke Vergrößerung des Fliegerbergs. Eigentlich war der Ausdruck einer dieser Fehldrucke, die man erhält, wenn man etwas nicht richtig einstellt und einen Scan ausdruckt, der nur einen kleinen Ausschnitt des eingescannten Bildes enthält. „Warum wegsschmeissen?“ dachte ich und ich dachte richtig, denn der Ausdruck erschien mir heute passend.
Auch habe ich alle bisherigen Zeichnungen in meinem Atelier gehängt. Gefällt mir – ich schaue nun von meinem Arbeitsplatz auf meine Arbeitsfortschritte. Zum Hängen habe ich einfache Dekonadeln benutzt. Ich bin nun schon am Nachdenken, wie ich die 100 Zeichnungen in der Ausstellung präsentiere.
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