Valentinstag – Zeichnung von Susanne Haun
Der Valentinstag gilt als Tag der Liebenden.
Ich denke, dass der Valentinstag besonders von den Blumenläden immer wieder beworben wird, denn rote Rosen werden an diesem Tag richtig teuer. Aber seit dem 15. Jahrhundert werden in England schon kleine Geschenke oder Gedichte zwischen Liebenden am 14. Februar ausgetauscht. Englische Auswanderer nahmen den Brauch mit in die Neue Welt und von dort gelang der er nach dem 2. Weltkrieg nach Deutschland.
Ich fand dieses kleine Liebesgedicht von Goethe, was ich sehr weise finden und was gut zur Blume zum Valentinstag paßt.
“Daß unsrer Glut die Zeit nicht schade,
räumt sie kein Recht aus Schwachheit ein,
und ihre Gunst bleibt immer Gnade,
und ich muß immer dankbar sein.”
Goethe
Noch mehr meiner Blumen könnt ihr auf der Seite curach bhán publications sehen.
Der Schwarm – Tiefseekrabbe – Zeichnung von Susanne Haun
Natürlich lässt mich das Hörbuch “Der Schwarm” nicht mehr los; und natürlich habe ich festgestellt, dass ich über die Tiefsee gar nichts weiß.
Ich habe bei YouTube diesen Trailer von Frank Schätzing zu seinem Buch gefunden. Der Trailer ist sicher schon älter aber gerade das finde ich gut.
Der Angriff der Tiefseekrabben hat mich in den Bann gezogen. Ich glaube, ich habe mal irgendwann einen Film gesehen, wie Riesenkrabben Menschen angriffen. Als ich Kind war sind meine Eltern, mein Bruder und ich stundenlang im Watt gelaufen. Ich habe mich bis heute noch nicht entschieden, ob ich Krabben mag oder nicht.
So stark vergrößert, sehen sie wirklich wie Aliens aus. Oder besser, wie unsere Vorstellung von Aliens.
Die Ruhe im Akt – Zeichnung von Susanne Haun
Heute Morgen habe ich auf Frank Köbsch Blog Worte wie “zur Ruhe setzen” gelesen.
Das ist etwas, was ich nicht anstrebe. Ich glaube, ohne meine Kunst wäre ich nicht mehr vollständig.
Zu meiner Kunst gehört inzwischen auch dieses Blog. Es ordnet meine Gedanken. Und zu meiner Kunst gehört eine gewisse Unruhe und Neugier.
So habe ich gestern noch lange weitere Aktskizzen gezeichnet. Meine Unruhe hat sich gelegt und ich habe festgestellt, dass ich gerne auf Silberburg Bütten Papier meine Akte zeichne. Ich mag die zarten Linien und das beige edele Papier. Trotzdem freue ich mich, die ganzen Skizzen gemalt zu habe. Sicher werde ich die eine oder andere als Vorlage für eine Radierung nutzen.
Ich habe mich vom Gewohnten wegbewegt, um Neues zu erforschen und habe festgestellt, dass mir der alte Weg immer noch gefällt.
Manchmal geht es anders aus. Wie mit den großen Traumlandschaften. In diesen Landschaften und auch in den Tulpen war mit das Silberburg Papier zu zart. Hier brauche ich große Aquarell- oder Büttenpapiere.
- Skizze liegender Akt von Susanne Haun
- Skizze liegender Akt von Susanne Haun
Akt – Skizzen und Zeichnung von Susanne Haun
Heute habe ich mir als Aufgabe gestellt, Akte mit wenig Linien zu zeichnen.
Das hört sich einfach an, ist es aber nicht. Jede Linie muss sitzen. Ich möchte in den Akten dieselbe Kraft sehen wie in den Tulpen von Vorgestern.
Beim letzten Bild habe ich den Kopf vergrößert zum Körper gezeichnet, um eine andere Sichtweise zu schaffen. Ich will den Betrachter damit zum zweiten Hinschauen animieren.
Bei den ersten Skizzen ist der Schwerpunkt nicht korrekt. In solchen Fällen stelle ich mich vor dem Spiegel und versuche den Schwerpunkt in meinem Körper zu finden. Dann fällt es mir leichter, auch auf der Skizze die korrekte Haltung zu finden.
- Skizze Akte von Susanne Haun
- Skizzen Akt von Susanne Haun
- Akt Büste – Zeichnung von Susanne Haun – 36 x 22 cm – Tusche auf Bütten
Der Schwerpunkt beim Akt – Zeichnung von Susanne Haun
Heute zeichnete ich wiedereinmal ein Aktmodell – ein sehr dünnes.
Bei einem dünnen Modell kann ich nicht mit “Kurven” arbeiten. Ich deute die von mir gewußten Linien des weiblichen Körpers an, die Rippen, Wirbelsäule, Schulter- und Armknochen. Ich gebe das nicht gesehene sondern das Gewußte wider. Es sind auch immer wieder andere Dinge, die mich am Körper interessieren und die ich hervorheben möchte. Heute hat mich die Hand und das Gleichgewicht des Models interessiert. Deutlich zeige ich die Konzentration, die das Modell benötigt, um ruhig zu stehen.
Max Beckmann sagte einmal:
“Wir alle sind Seiltänzer. Bei ihm ist es wie in der Kunst, so auch bei allen Menschen: der Wille, das Gleichgewicht zu erreichen und zu halten.”
Gleichgewicht ist nicht einfach zu halten!
- Akt – dünnes Modell – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 15 cm – Tusche auf Silberburg Bütten
- Stehender Akt – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 15 cm – Tusche auf Bütten
Rote Papageientulpen – Zeichnung von Susanne Haun
Die Tulpen meiner Mutter gefallen mir wirklich sehr und die Sehnsucht nach dem Frühling wird größer. Der Schnee in Berlin hat sich in einer dreckige, matschige Pampe verwandelt.
Ich habe auf der heutigen Zeichnung die Tulpen stark vergrößert und konnte so die bizarren Formen gut darstellen. Es macht mir Freude, Dinge größer als in der Natur zu zeichnen, habe ich doch das Gefühl, damit dem Wesen der Tulpe näher zu kommen. Das Büttenpapier ist 42 x 55 cm groß.
- Rote Papageientulpen – Zeichnung von Susanne Haun – 42 x 55 cm – Tusche auf Bütten
- Entstehung rote Papgeientulpen – Foto von Susanne Haun
- Größenvergleich rote Papgeientulpen – Foto von Susanne Haun
- Rote Papgeientulpen – Foto von Susanne Haun
Weiterer Engel vom Friedhof Liesenstraße – Zeichnung von Susanne Haun
Manche Engel sind schon sehr vom Wetter gezeichnet. So auch der heutige Engel.
Der Mund ist kaum noch als Mund zu erkennen. Schade, dass der Engel umzäunt ist. Ich wäre gerne mit meiner Hand über das Gesicht gefahren. Aber das ist respektlos und kommt nicht in Frage. So habe ich die oxidierten Bronzeflächen in der Zeichnung mit einfliessen lassen.
- Engel auf dem Friedhof Liesenstraße Berlin – Foto von Susanne Haun
- Engel Friedhof Liesenstraße – Zeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Aquarellkarton – 36 x 24 cm
Tsunami – Zeichnung von Susanne Haun
Während des Tsunamis waren mein Bruder und seine Familie auf einem Segelboot in der Nähe der Malediven. So werde ich den Tsunami und die darauf folgende Ungewissheit und Angst nie vergessen. Die Familie war auf See – dort ist der Tsunami am ungefährlichsten und sie überlebten.
Ich habe begonnen, “Der Schwarm” von Frank Schätzing zu hören. Während das Hörbuch von einem großen Tsunami am Schelf berichtete, habe ich die heutige Zeichnung angefertigt. Ich höre oft Hörbücher während ich zeichne. Ich bekomme die Hälfte der Bücher nicht mit, da meine Gedanken bei der Zeichnung sind. Das schöne ist, dass ich die Kapitel ja immer wieder hören kann. Bei dieser Zeichnung war es umgekehrt. Ich hörte mehr dem Buch zu und zeichnete das Gehörte.
Übrigens spricht Frank Schätzing seinen Charakter Jack Vanderbilt persönlich auf dem Hörbuch.
Ordnung in der Unordnung – Zeichnung von Susanne Haun
Ich habe eine neue Feder gekauft. Sie ist länger und kräftiger als meine alten Federn.
So habe ich Herrn Schliemann inspiriert von einem älteren Foto gezeichnet. Die Linien sind resoluter und eindringlicher als mit meiner Stahlfeder. Ich bin zufrieden mit dem Duktus.
Schaue ich zuerst in ein Gesicht, ist ein Chaos von Linien und Flächen vor meinen Augen. Ich ordne das ungeordnete und es entsteht ein Gesicht auf dem Aquarellkarton.
- Schliemann – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 20 cm – Tusche auf Aquarellkarton
- Feder – Foto von Susanne Haun
Eine junge Braut – Zeichnung von Susanne Haun
Nach meinem Urlaub erwartete mich das Buch “Schliemann und Sophia” von Danae Coulmas in meiner Post.
Coulmas schrieb das Buch 2001. Meine Mutter berichtete mir, dass sie auch ein Buch über Sophia Schliemann gelesen hat. Dieses Buch wurde in der Hörzu vor 50 Jahren als Fortsetzungsroman gedruckt. Gibt es soetwas heute überhaupt noch? Einen Fortsetzungsroman?
Sophias Schicksal beschäftigt also schon lange Zeit ihre Nachwelt (oder vielleicht die weibliche Nachwelt?), ist es doch ein wenig so wie im Märchen. In Kapitel eins steht folgendes Zitat Sophias am Anfang:
“Lieber will ich sterben, als an der Seite dieses Mannes leben…”
























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