Das Buch Henoch – die ersten 7 Engel – Zeichnungen von Susanne Haun
Ich habe inzwischen mein Atelier in Umzugskisten verpackt und das eine oder andere entdeckt. Es ist knapp 5 Jahre her, da beschäftigte ich mich intensiv mit dem Buch Henoch aus den Apokryphen und 50 Zeichnungen entstanden dazu.
Hier eine kurze Zusammenfassung des 1. Kapitel der Geschichte:
Die Engel, die Himmelssöhne, sie sahen sie (die Menschentöchter) und es gelüstete sie nach ihnen. Die Frauen wurden schwanger und gebaren Riesen. Die Riesen fraßen den Erwerb der Menschen auf und so begannen die Menschen Tiere zu essen. Es gab ein Gemetzel. Die abtrünnigen Engel wurden von Gott bestraft. Sie kamen in so etwas wie eine Hölle.
- Das Buch Henoch – Engel 1 – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 15 cm – Tusche und Buntstift auf Bütten
- Das Buch Henoch – Engel 2 – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 15 cm – Tusche und Buntstift auf Bütten
- Das Buch Henoch – Engel 3 – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 15 cm – Tusche und Buntstift auf Bütten
- Das Buch Henoch – Engel 7 – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 15 cm – Tusche und Buntstift auf Bütten
- Das Buch Henoch – Engel 8 – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 15 cm – Tusche und Buntstift auf Bütten
- Das Buch Henoch – Engel 9 – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 15 cm – Tusche und Buntstift auf Bütten
- Das Buch Henoch – Engel 11 – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 15 cm – Tusche und Buntstift auf Bütten
- Foto von meinen Engeln in meinem alten Atlier in Tegel im Kunstzentrum
Cassius und Florentius – Zeichnungen von Susanne Haun
Gestern Abend nahm ich mein Text und Skizzenbuch zur Hand und entdeckte dort einiges zu Bonn. Besonders das Bonner Münster gefiel mir sehr gut. Der blaue Himmel und die kahlen Bäume verstärkten den Eindruck des Bauwerks, das wir uns letzten Freitag Bonn anschauten. Rund um das Münster standen schon Buden vom Weihnachtsmarkt, so sah ich die beiden großen Steinköpfe nicht sofort. Natürlich gefielen sie mir außerordentlich. Es sind Cassius und Florentius, die dort seit 2002 liegen. Es ist eine Arbeit des Objekt und Installationskünstlers Iskender Yediler. Ich finde die Umsetzung sehr interessant. Noch interessanter fand ich, was meine Fantasie aus Cassius und Florentius – zwei römische Legionäre ägyptischen Ursprungs, Teil der legändären Thebaischen Legion, machte. Sie sehen sehr vierschrötig (kräftig, breit, gedrungen, grob) und fanatisch aus.
Engel auf dem Französischen Friedhof II Berlin – Zeichnung von Susanne Haun
Die Engel auf dem Französischen Friedhof in der Liesenstraße lassen mir keine Ruhe. Sie stehen auf einem alten leeren Familiengrab. Keine Namen geben mehr Hinweis darauf, wer die Engel aufstellte und wen sie beschützen sollten. Manchmal kommt es mir so vor, als ob die Engel weinen, denn die Bronze ist an einigen Stellen oxidiert, was wie Tränen aussieht.
- Engel französischer Friedhof I – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 20 cm – Tusche und Aquarell auf Bütten
- Engel französischer Friedhof II – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 20 cm – Tusche und Aquarell auf Bütten
- Engel französischer Friedhof – Foto von Susanne Haun
- Susanne Haun auf dem Französischen Friedhof Liesenstraße
Dann zwei Phantome, die sich schreckten – Zeichnung von Susanne Haun
Die beiden Schweinehirten sind sehr erfindungsreich in ihren Verwandlungen. Es macht mir Freude, die Geschichte zu zeichnen. Phantome sind nicht einfach darzustellen. Als erstes fällt mir bei Phantom Luis de Funes mit Fantômas ein, dicht gefolgt von Donald Duck als Phantomias. Den Film habe ich oft gesehen und das Disney Taschenbuch ist ganz zerlesen. Mir gefiel es, dass ein Pechvogel sich an allen seinen Peinigern rächen konnte.
Aber was bedeutet das Wort „Phantom“ im eigentlichen Sinn?
Phantom (von gr.: Phantasma, Phantasie) bedeutet Trugbild, unwirkliche Erscheinung, Einbildung oder Gespenst, Geist.
Das erste, was mir in den Kopf schoss war, dass ich für ein Phantom – Bild unbedingt schwarze Tusche benutzen möchte.
Gestern Nachmittag malte ich das 1.Phantom und ließ es den ganzen Tag in meinem Kopf kreisen, um heute dann das zweite zu malen.
- Phantom I – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm, Tusche auf Bütten
- Phantom II – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm, Tusche auf Bütten
Dann wurden sie zwei Krieger – Zeichnungen von Susanne Haun
Heute habe ich mich wieder der Geschichte der beiden Schweinehirten zugewandt, zu der ich noch viele Zeichnungen im Kopf habe.
Es ist nicht einfach, Krieger zu zeichnen, wie sie zur Zeit des Rinderraubs aussahen. Es gehören einige Recherchen dazu und auch Verständnis für die Zeit.
„Dann wurden sie zwei Krieger und schlugen einander Wunden.“
- Dann wurden sie zwei Krieger – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche und Aquarell auf Bütten
- Spitze und Schneide – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 30 cm – Tusche und Aquarell auf Bütten
Der Paradiesgarten (Vorgarten) – Zeichnung von Susanne Haun
„Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden und setzte den Menschen hinein.“
Durchströmt uns heute noch diese Sehnsucht nach dem Paradies, wenn wir (in der Malerei) Gärten sehen? Vermittelt uns der Vorgarten das Gefühl der Geborgenheit? Befriedigt ein Blumenbild oder das Bild eines Garten unsere Sehnsucht nach dem Glück? Ich freue mich sehr auf unseren Vorgarten im neuen Atelier und ich habe tausende Ideen, welche Blumen ich pflanzen und dann später zeichnen möchte: Lilien, Rittersporn, Stockrosen (Malven), Rosen, Lavendel, Japanische Azaleen, Sonnenblumen, Rosmarin und beim Besuch in der Gärtnerei werden mir noch einige weitere einfallen. Sie, meine Leser, werdet die Blüten alle im Sommer hier bewundern können. Schon immer haben Blumen in der Kunst eine Rolle gespielt. Man denke nur nur an die Impressionisten. Mir kommt es wie immer nicht auf die Farben sondern auf die unterschiedlichen Besonderheiten der Blüten an. Auf die Linien, die sich durch die Überschneidungen der Blütenblätter bilden. Auf die Helligkeiten und Dunkelheiten.
Ich habe in der Weltkunst gelesen, die Gärten seien die Zufluchtorte der Einsamen. Ich bin nicht einsam, es ist die Freude, die Pflanzen zu betrachten sowie ihre Einzigartigkeit die mich dazu bewegt, sie immer wieder darzustellen.
Da der Herbst mit Macht seinen Einzug hält, habe ich mir im Blumenladen eine Amaryllis gekauft.
- Amaryllis I – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 20 cm – Tusche auf Bütten
- Amaryllis II – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 20 cm – Tusche auf Bütten
- Amaryllis III – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 20 cm – Tusche auf Bütten
- Amaryllis IV – Zeichnung von Susanne Haun – 20 x 20 cm – Tusche auf Bütten
Die Kunst und der Betrachter – Zeichnung von Susanne Haun
Auch heute möchte ich Frau Pitzen, die Direktorin des Frauenmuseums zitieren.
„In den 70er Jahren strömte eine beachtliche Masse an Publikum durch die Galerien, voller Neugier und Lust am Aufregen und Kritisieren. Es war eine Schulung des Sehen.“
Sehen lernen ist sehr wichtig und je mehr Kunst der Betrachter schaut, desto besser kann er Kunst sehen. Kunst sehen will gelernt sein!
Sobald der Betrachter sehen gelernt hat, kann er über das „gefällt mir oder gefällt mir nicht“ urteilen. Von diesem Augenblick an sind die Kritiken und Diskussionen mit dem Betrachter die reinste Freude für den Künstler. Zur Kunst gehören neben dem Kunstschaffenden auch der Betrachter.
Das heißt nicht, dass sich ein Künstler nicht über ein „gefällt mir“ freut!!! ![]()
Gestern habe ich auf der Messe neben den Kundengesprächen ein wenig gezeichnet und in einer Ausgabe meiner heißgeliebten Weltkunst geblättert. Ich zeichne gerne unterwegs mit einem Kugelschreiber. Er ist so weich und gibt warme Linien.
- Blick vom Stand Susanne Haun in die Kunstmesse
- Text- und Skizzenbuch von Susanne Haun
Für wen zeichne ich – Antworten von Susanne Haun
Heute war der zweite Tag der 19. Kunstmesse im Frauenmuseum. Marianne Pitzen, die Direktorin des Frauenmuseums, stellt im Vorwort des Kataloges folgende Fragen:
„Für wen malt und arbeitet die Künstlerin? Für sich allein? Kann sie erwarten, dass sich andere für ihre ganz individuellen Einsichten interessieren? […] Und wie geht sie um mit den vielen Fragen unserer Zeit?“
Ich arbeite für mich, wenn meine Arbeiten dem Betrachter gefallen, dann freue ich mich. Das Gefallen ist aber NICHT die Motivation für meine Arbeit.
Ich erwarte nichts. Ich zeichne. Diese beiden Wörter sagen alles aus.
Ich nutze die neuen Medien dieser Zeit, um meine Arbeiten zu publizieren. Aber ich nutze die Möglichkeiten meiner Zeit nicht für den Schaffensprozess meiner Arbeit. Ich arbeite sehr klassisch mit Tusche auf Papier. Seit Jahrhunderten arbeiten Künstler auf diese Weise. Mich fasziniert, dass ich mit so einfachen Mitteln so reduziert die ganze Welt darstellen kann.
- Hängung Bilder Susanne Haun bei der 19. Kunstmesse
- Stand Susanne Haun bei der 19. Kunstmesse
- Susanen Haun bei der 19. Kunstmesse im Frauenmuseum
- Andreas Mattern, mein fleißiger Helfer bei der Kunstmesse
Herzlichen Dank an meinen Kollegen Andreas Mattern, der mir geholfen hat, meine Bilder zu transportieren und zu Hängen.
Ausstellung im Herrenhaus Burg Altendorf – Zeichnungen von Susanne Haun
Heute haben wir unsere Bilder im Herrenhaus Burg Altendorf, Burgstraße, 53340 Meckenheim gehangen. Die dortige Ausstellung wird von der Akademie Altenahr e.V. organisiert und 20% des Verkaufspreises werden an die Leukämie Initiative Bonn gespendet.
Freitag, den 20.11. von 16 – 21 Uhr
Samstag, den 21.11. von 11 – 18 Uhr
Sonntag, 22.11. von 11 – 17 Uhr
Die Vernissage ist am 20.11.2009 um 19 Uhr.
- Herrenhaus Burg Altendorf
- Präsentation Susanne Haun und Andreas Mattern
- Zeichnungen Susanne Haun
Melvin im Bade – Zeichnung von Susanne Haun
Gestern habe ich bei Matterns Ihren Sohn Melvin im Bade erleben dürfen. Melvin ist etwas über 1 Jahr alt und ohne seine Entchen geht er nicht in die Wanne. Natürlich ist er sehr stolz auf seine Entensammlung und hat sie mir alle auf dem Badewannenrand präsentiert.
Ich dachte sofort an Ernie aus der Sesamstraße. Ich mag Ernies Quietscheentchenlied.
Hier könnt ihr ihn hören.
































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